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Kursinfo

Anja Fiedler im Rhein-Main-Gebiet (Anja Fiedler im Rhein-Main-Gebiet)

Beginn: 03.10.2019

Ende: 06.10.2019

Fester Kurs

Anja Fiedler vom 3. bis 6. Oktober 2019 im Rhein-Main-Gebiet

Die Hundeschule am Schwanheimer Wald und das Rhein-Main-Hundezentrum laden zum ersten gemeinsamen Seminarerlebnis ein

Jagdhunde/jagdlich motivierte Hunde typgerecht beschäftigen & belohnen am 3. und 4.10.2019

Jagdverhalten ist im Verhaltensrepertoire unserer (Jagd)Hunde genetisch fest verankert, und es ist alt, viel älter als unsere Idealvorstellungen eines angepassten Verhaltensrahmens in Feld, Wald und Flur.

Spezialisten, die darauf selektiert sind, Wild weiträumig zu suchen, es körpersprachlich anzuzeigen, herauszudrücken, zu hetzen oder geschossenes Wild zu finden und dem Menschen zuzutragen, haben Bedürfnisse1 – ob der Hund nun jagdlich geführt wird oder nicht, spielt dabei keine Rolle, Bedürfnisse wollen befriedigt werden.

Mit einem sicheren Rückruf oder einem zuverlässigen Stoppsignal können wir Jagdverhalten kontrollieren1 – das funktioniert aber nur, wenn die Belohnungen aktuelle Bedürfnisse befriedigen und so zu effektiven Verstärkern werden. Im Bereich der Belohnungsmöglichkeiten werden wir Futter, Aktivitätsbelohnungen und selbstbelohnendes Verhalten genauer unter die Lupe nehmen. Nicht nur innerhalb des Belohnungssystems ist es für unsere (Jagd)Hunde von Bedeutung, die individuellen Bedürfnisse und den Hundetyp im Hinterkopf zu haben, auch in Arbeit und Beschäftigung können wir insbesondere Sequenzen des Jagdverhaltens aufgreifen und vertiefen.

Nach einem theoretischen Abriss der Thematik Kommunikation mit Markersignalen und dem Zusammenhang von Bedürfnissen, Motivation & Belohnungen werden wir uns in der Praxis intensiv der Erweiterung des Belohnungssystems und der Entwicklung typgerechter Beschäftigungsmöglichkeiten widmen.

Frustration & Impulskontrolle: Zwei, an die man im Training mit jagdlich motivierten Hunden denken sollte am 5. und 6.10.2019

Warten und gar nicht erst ins Stöbern oder Verfolgen kippen; Stöbern, Verfolgen & Co. durch Stoppen oder Abrufen unterbrechen zu können1 – das ist das erklärte Ziel, wenn es um Kontrolle von Jagdverhalten geht. Doch was passiert auf dem Weg dorthin? Unerwünschtes Jagdverhalten muss gemanagt werden, der Hund kommt an die lange Leine. Als Sicherheitsaspekt für alle Beteiligten unbedingt notwendig, birgt die Schleppleine ein erhebliches Frustrationspotenzial. Der Vierläufer bewegt sich noch immer in derselben Umwelt, in der Auslöser von Jagdverhalten und deren Vorboten nicht plötzlich verschwinden. Puzzleteile aus der Jagdsequenz werden aktiviert, führen nicht ans Ziel, erwartete Belohnungen bleiben aus, Frust kommt auf! Stress und ein gesteigertes Erregungsniveau sind die Folge1 – optimale Lernbedingungen sehen anders aus.

Erwünschtes Verhalten sollte belohnt werden, doch was fängt der Hund mit einer Belohnung an, die er selbst nicht als lohnenswert empfindet, gut gemeint ist nicht immer gut gemacht. Frustration und Motivationskonflikte tragen nicht dazu bei, dass Gelerntes auch in „wilder“ Umwelt sicher gezeigt wird. Erwünschtes Verhalten dort sicher zu zeigen, wo angeborene Auslöser eigentlich angeborenes Verhalten aktivieren wollen, ist anstrengend1 – es kostet Impulskontrolle! Ob das Markersignal erklingt, der Rückruf ertönt, eine Suchaufgabe ansteht, der Hund muss seine Aufmerksamkeit aus der Hundewelt abziehen und seinen Fokus in die Menschenwelt richten. Was von außen betrachtet einfach anmutet, verbraucht im Inneren wertvolle Ressourcen. Hintergründe und Rückschlüsse im Training mit jagdlich motivierten Hunden werden wir in Augenschein nehmen.

Kosten: Teilnahme an einem der beiden Seminare: TN mit Hund 210 Euro, TN ohne Hund 160 Euro; Teilnahme an beiden Seminaren: TN mit Hund 390 Euro, TN ohne Hund 290 Euro.

Teilnahme nur nach vorheriger Anmeldung möglich.

Über die Referentin

Anja Fiedler leitet ihre Hundeschule „dogable“ in Meerbusch am Niederrhein, dort arbeitet sie mit Menschen und ihren Jagdhunden auf Basis positiver Verstärkung – von Kontrolle des Jagdverhaltens über typgerechte Beschäftigung bis hin zur Vorbereitung auf jagdliche Prüfungen und die jagdliche Brauchbarkeit. Während ihres Studiums (Medienwirtschaft) ist sie selbst vor über 15 Jahren auf den Hund gekommen, und schnell stellte sich heraus, dass der Verhaltensrahmen ihrer Dalmatiner Hündin Ally einen genaueren Blick auf die Materie Hundeverhalten erforderte. Als im Jahr 2005 Frieda, eine Ungarisch Kurzhaar Hündin aus jagdlicher Leistungszucht, einzog, nahm das „immer mehr wissen wollen“ seinen Lauf – Jugendentwicklung, Jagdverhalten, Angst- und Aggressionsverhalten, Dummy- und jagdliche Arbeit und vieles mehr. Mit bestandenem „Grünen Abitur“ kam Wolke, eine Ungarisch Drahthaar Hündin aus jagdlicher Zucht, in die Familie, und sie sollte mit Anja den Weg zur jagdlichen Brauchbarkeit gehen – Wolke wird ausschließlich über Verstärkung erwünschten Verhaltens trainiert. Die Verbandsjugend- und Herbstzuchtprüfung, die jagdliche Brauchbarkeit auf Nieder- und Schalenwild in NRW und die ersten Jagden liegen hinter den beiden, und das nächste Ziel, die Meisterprüfung der Vorstehhunde (VGP), ist anvisiert. Inzwischen haben die beiden zudem diverse Langschleppenprüfungen, die Retriever-Gebrauchsprüfung (RGP) und die Vereinsschweißprüfung absolviert. Seit 2010 ist Anja mit ihrem Seminarprogramm rund um Jagdverhalten, Rückruf, Selbstkontrolle & Co. unterwegs in Deutschland (ab 2013 auch in der Schweiz und ab 2014 in Österreich), neu sind Seminare für Jäger und ihre Jagdgebrauchshunde. 2019 erscheint ihr erstes Buch: „Jagdverhalten verstehen · kontrollieren · ausgleichen“. Mehr zu Anja und ihrer Arbeit erfahrt ihr hier: www.dogable.de

Preis: über Ticket

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Veranstaltungen

Donnerstag, 03.10.2019 10:00 Uhr,

wird noch bekannt gegeben

Wegbeschreibung

folgt

Freitag, 04.10.2019 10:00 Uhr,

wird noch bekannt gegeben

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Samstag, 05.10.2019 10:00 Uhr,

wird noch bekannt gegeben

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Sonntag, 06.10.2019 10:00 Uhr,

wird noch bekannt gegeben

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